Gastlandauftritt des Weimarer Dreiecks auf der Leipziger Buchmesse 2027

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Anlässlich des Gastlandauftritts „BEZIEHUNGSWEISE EUROPA“ von Polen, Frankreich und Deutschland (Weimarer Dreieck) auf der Leipziger Buchmesse 2027 fand heute auf der Frankfurter Buchmesse eine Pressekonferenz statt. Das Projekt wird von den drei Kulturinstituten der Länder – dem Polnischen Institut, dem Institut français Deutschland und dem Goethe-Institut getragen.

Aufzeichnung der Eröffnungspressekonferenz: https://youtube.com/live/qB7uR76M5J0 

Buchmesse-Direktorin Astrid Böhmisch eröffnete die Pressekonferenz und erklärte: „‚Beziehungsweise Europa‘ steht in einem unmittelbaren inhaltlichen Dialog mit dem Motto der Leipziger Buchmesse 2027 ‚Neugier öffnet neue Seiten‘. (…) So entsteht auf der Messe, aber hoffentlich ganz besonders auch noch im Nachgang, ein Energiefeld für die Geschichten, Haltungen und Impulse, die die Literaturen der drei Länder mitbringen.“

Außerdem sprachen Thorsten Dönges (Kurator), Katarzyna Sitko (Polnisches Institut Berlin), Thomas Michelon (Institut français Deutschland), und Katharina von Ruckteschell-Katte (Goethe-Institut). Karolina Golimowska (Polnisches Institut), Wolf Iro (Goethe-Institut) und Myriam Louviot (Institut français Deutschland), standen nach der Pressekonferenz für Gespräche zur Verfügung und erläuterten als Kurationsteam ihr Konzept und die verschiedenen Veranstaltungsformate.

Das Konzept des Gastlands 2027 wurde erstmals vorgestellt und in seinen kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Kontext eingeordnet. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Repräsentation einer einzelnen nationalen Literatur, sondern die Schaffung eines grenzüberschreitenden Raums für literarischen Austausch, kulturelle Fragen sowie gesellschaftliche und politische Debatten.

So Katarzyna Sitko, Direktorin des Polnischen Instituts Berlin: „Wenn wir die Bücher unserer Nachbarn lesen, verstehen wir einander besser und entdecken, wie viel uns verbindet. Gerade in instabilen Zeiten brauchen wir diese Nähe mehr denn je. Ein starkes Europa lebt nicht nur von politischer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit, sondern auch von kulturellen Verbindungen, die uns das Gefühl geben, wirklich Teil einer europäischen Gemeinschaft zu sein.“

Es gibt eine Verbindung zwischen den Literaturen Polens, Frankreichs und Deutschlands, die sowohl Teil des gemeinsamen europäischen kulturellen Erbes als auch prägend für die zeitgenössische Kultur Europas sind. Das Projekt knüpft dabei an die vielfältigen literarischen und kulturellen Beziehungen zwischen den drei Ländern an und greift zugleich die Idee des Weimarer Dreiecks auf: die gemeinsame Verantwortung, die europäische Idee zu stärken und weiterzuentwickeln. „Polen, Frankreich und Deutschland gehören zu Europa, ohne es als Ganzes zu verkörpern; sie stehen einander nahe, ohne deshalb einig zu sein. Was sie verbindet, ist die Geschichte ihrer Beziehungen, ihre gegenseitigen Abhängigkeiten und – vielleicht vor allem– der Wille, miteinander im engen Austausch zu bleiben“ steht im Konzept des Kurationsteams.

Das Weimarer Dreieck ist ursprünglich ein politischer Begriff: Polen, Frankreich und Deutschland haben sich dazu bekannt, die europäische Idee gemeinsam zu stärken und weiterzuentwickeln. Seit seiner Gründung 1991 steht das Weimarer Dreieck für Dialog, Verständigung und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft Europas. Und, wie Katharina von Ruckteschell-Katte, Abteilungsleiterin Kultur und Bildung Goethe-Institut anmerkt: „Das Weimarer Dreieck ist aus dem politischen Willen entstanden, Europa gemeinsam zu stärken und weiterzuentwickeln. Als Gastland sendet es deshalb ein wichtiges Zeichen: Europas Zukunft liegt nicht in Alleingängen und Abgrenzung, sondern in Zusammenarbeit, Austausch und dem Bewusstsein für das, was uns miteinander verbindet. Gerade Kultur und Literatur machen diese Verbindungen sichtbar und eröffnen zugleich Raum für unterschiedliche Perspektiven. Dies machen wir mit dem Gastlandauftritt erlebbar”.

Der Titel des Projekts ist Programm: “Das Wort beziehungsweise kommt zunächst nur als unscheinbare Konjunktion daher. Doch steckt in ihr die Verbindung der Begriffe Beziehung und weise – und deshalb auch die Frage, auf welche Weise wir unsere Beziehungen bereits gestalten und gestalten wollen. Beziehungsweise Europa betont daher sowohl die europäische Dimension als auch den eigenen Gestaltungsspielraum. Wir tragen gemeinsam Verantwortung, für unsere Beziehungen und für unsere Zukunft. Wie diese aussehen sollen, ist Gegenstand der Veranstaltungen.” so das Kurationsteam.

Präsentiert wurde die Entstehung des Projekts und sein Anliegen, neue literarische Entwicklungen und Strömungen in den drei Ländern sichtbar zu machen. Unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche und demokratische Herausforderungen sollen miteinander ins Gespräch gebracht werden. Thomas Michelon, Direktor des Institut français Deutschland fügte hinzu: „Diese gemeinsame Initiative wird es dem Publikum ermöglichen, in das schöpferische literarische Schaffen einzutauchen und zugleich zu ermessen, welchen Zugang uns diese Autorinnen und Autoren zu intellektuellen Fragen wie auch zu den großen Herausforderungen unserer Zeit eröffnen.“

Weil Beziehungen in ihren verschiedenen Formen im Mittelpunkt des Projekts stehen, prägen sie auch viele der Veranstaltungsformate und einige davon wurden vorgestellt.

Genannt wurden die ersten Namen derjenigen Autor:innen, die auf der Leipziger Buchmesse anwesend sein werden: Dorota Masłowska, Marie NDiaye, Annett Gröschner, Zyta Rudzka, Laura Vazquez, Matthias Nawrat und Ozan Zakaryia Keskinkiliç.

Das visuelle Erscheinungsbild des Gastlandauftritts – in Form des Logos von Beziehungsweise Europa – wurde ebenfalls erstmals gezeigt.

Vermitteln zwischen Sprachen und Märkten: Übersetzer*innen auf der Frankfurter Buchmesse 2026

Übersetzer*innen prägen mit ihrer Arbeit den internationalen Literaturbetrieb und sind auf den Bühnen der FBM26 sehr präsent.

Vom 7. bis 11. Oktober 2026 wird die Frankfurter Buchmesse zum zentralen Treffpunkt der Publishing-Branche und somit auch für Übersetzer*innen literarischer und wissenschaftlicher Werke aus aller Welt. Mit einem vielfältigen Programm und mehreren internationalen Delegationen werden die Vermittler*innen zwischen Sprachen, Kulturen und Märkten in diesem Jahr besonders sichtbar. Auf den Buchmesse-Bühnen diskutieren sie aktuelle Aspekte ihrer Tätigkeit; auf dem Programm stehen zum Beispiel Debatten über künstliche Intelligenz, Geopolitik und faire Vergütung. Am Messe-Mittwoch wird die Übersetzerbarke verliehen, am Donnerstag erhält das digitale Magazin und Übersetzungsprojekt Words Without Borders den internationalen Aficionado Award 2026.

Übersetzer*innen aus Tschechien und Chile: Internationaler Austausch auf den Buchmesse-Bühnen

Die Übersetzungsförderung ist eine zentrale Säule des Ehrengastauftritts auf der Frankfurter Buchmesse. Beim diesjährigen Ehrengast Tschechien präsentieren rund 95 deutschsprachige Verlage über 150 Neuerscheinungen, die durch tschechische Mittel gefördert wurden. Eine Delegation tschechischer Übersetzer*innen ist insbesondere an den Fachbesucher*innentagen in das rund 100 Veranstaltungen umfassende Programm des Ehrengasts eingebunden. Im Messezeitraum findet außerdem das Fellowship-Programm CZECHIA statt. Es richtet sich an 15 erfahrene Übersetzer*innen aus dem Tschechischen und stärkt deren internationales Netzwerk sowie die Sichtbarkeit tschechischer Literatur.

Einen Ausblick auf das kommende Gastland bietet die neue „LatAm Stage“ (3.1 F70). Aus Chile, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2027, reist eine Delegation von sechs Übersetzer*innen nach Frankfurt. Von Mittwoch bis Freitag widmet sich das Programm der Bühne den fachlichen Entwicklungen der lateinamerikanischen Buchbranche. Ab Freitagnachmittag und am Wochenende übernehmen die chilenischen Delegationsmitglieder sowie weitere Schriftsteller*innen aus Argentinien, Brasilien, Guatemala, Mexiko und Kolumbien das Wort, um in Panels aktuelle literarische und gesellschaftliche Fragen Lateinamerikas zu diskutieren.

Auch Rumänien, Ehrengast 2028, hat bereits ein Übersetzungs-Förderprogramm aufgelegt. Weitere Informationen gibt es beim Ehrengastfrühstück am 9. Oktober 2026 von 9.00-10.00 Uhr am Stand der Leseinsel der unabhängigen Verlage (Halle 3.0 C69).

Goldschmidt+: Übersetzer*innen im internationalen Austausch

Das Programm Goldschmidt+ richtet sich an ehemalige Teilnehmer*innen des renommierten Georges-Arthur-Goldschmidt-Programms für Literaturübersetzer*innen aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich. Um im Beruf etablierten Übersetzer*innen eine kontinuierliche Weiterbildung zu bieten, vertieft das Format deren Kompetenzen, baut das internationale Netzwerk aus und rückt die Übersetzung ins Rampenlicht von Festivals und Buchmessen. Auf der Frankfurter Buchmesse 2026 sind die Teilnehmenden auf verschiedenen Fachpanels vertreten. Es geht unter anderem um die Übersetzung Emmanuel Carrères in verschiedene Sprachen, generative KI und Familienbiografien.
Mehr zu Goldschmidt +, Veranstaltungsübersicht siehe unten.

Prämierte Übersetzer*innen im Gespräch

Der internationale Aficionado Award ehrt jährlich wegweisende Initiativen und Organisationen, die die Publishing-Branche nachhaltig verändern. Er wird in Kooperation und mit Unterstützung der Frankfurter Buchmesse und des Salone Internazionale del Libro di Torino durchgeführt. Dass die Auszeichnung 2026 an das globale Übersetzungsprojekt Words Without Borders (Brooklyn, New York) geht, rückt zugleich die literarische Übersetzung auf die internationale Bühne: Das digitale Magazin veröffentlicht seit über zwanzig Jahren internationale Literatur in englischer Übersetzung und macht insbesondere indigene, vom Aussterben bedrohte und übersehene Sprachen zugänglich. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 8. Oktober 2026, um 11.00 Uhr auf der Global Stage statt (Foyer Halle 5.1/6.1).
Mehr zum Aficionado Award

Weitere preisgekrönte Übersetzer*innen sind Teil des Messeprogramms: Vera Elisabeth Gerling erhält die Übersetzerbarke. Stefan Moster, Träger des Paul-Celan-Preises 2026, sowie Christian Hansen und Wiebke Stoldt, die mit dem Straelener Übersetzerpreis ausgezeichnet wurden, sprechen über Pioniergeist, langen Atem und die Finessen des Übersetzens.

Zentrum Wort: Literatur und Übersetzung auf der Bühne

Das Zentrum Wort (5.0 C115) ist auf der Frankfurter Buchmesse der zentrale Treffpunkt für literarische Übersetzung und Gegenwartsliteratur. Aktuelle deutschsprachige und internationale Literatur sowie übersetzerische Praxis können hier in aller Vielfalt erlebt werden. Gemeinsam gestaltet vom Deutschen Literaturfonds, dem Deutschen Übersetzerfonds und dem Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen (VdÜ), bietet das Areal mit seiner Bühne und einer Networking-Area Raum für den fachlichen Austausch. Im Fokus stehen in diesem Jahr drängende Debatten der Branche – von den Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf das Urheberrecht bis hin zur Rolle des Übersetzens in geopolitischen Krisen. Mehr zum Zentrum Wort

Veranstaltungsübersicht (Auswahl, Änderungen vorbehalten)

Preisverleihungen und andere Veranstaltungen mit prämierten Übersetzer*innen

  • „Wir müssen uns Übersetzer*innen als glückliche Menschen vorstellen“: Ein Gespräch anlässlich der Verleihungen des Paul-Celan-Preises und der Straelener Übersetzerpreise 2026
    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 16.00-17.00, Zentrum Wort, Halle 5.0 C115
    Mit: Christian Hansen, Stefan Moster, Wiebke Stoldt, Patricia Klobusiczky (Moderation)
  • Verleihung der Übersetzerbarke 2026 an Vera Elisabeth Gerling
    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 17.00-18.00, Zentrum Wort, Halle 5.0 C115
  • Aficionado Award: Panel und Preisverleihung
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 11.00-11.30 Uhr, Global Stage, Foyer 5.1/6.1
    Mit: Elisabeth Jaquette (Executive Director von Words Without Borders), Tom Kraushaar (Klett-Cotta) und Erin Cox (Moderation, Frankfurter Buchmesse)

Veranstaltungen mit Teilnehmer*innen des Förderprogramms Goldschmidt+

  • Akzent: Übersetzung ins Rampenlicht
    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 11.30-12.10 Uhr, OFF Bühne Schweiz, Halle 3.0 F86
    Mit: Catherine Schlumberger (Geschäftsführerin, Solothurner Literaturtage), Jörn Cambreleng (Direktor, ATLAS), Seid Serdarević (Lektor, Fraktura), Sula Textor (Moderation)
  • Erinnerung übersetzen – Familiengeschichten zwischen Schweigen, Archiv und Sprache
    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 15.30-16.00 Uhr, Inspiration Stage, Halle 3.0 J34
    Mit: Sula Textor (Literaturübersetzerin, Goldschmidt+), Patrick Farges (Université Paris Cité) Bettina Sund (Moderation).
  • „Gott spielen“: Wie generative KI Sprache und Denken automatisiert, mit Social-Media-Beiträgen Kriege steuert, uns unmündig macht und was wir dagegen tun können
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 10.00-11.00 Uhr, Inspiration Stage, Halle 3.0 J34
    Mit: Nina George (Bestsellerautorin, Kommissarin für Politische Angelegenheiten des EWC), Hans Neubauer (Autor, Journalist), Claudia Hamm (Übersetzerin)
  • Schreiben und übersetzen
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 11.00-12.00 Uhr, Inspiration Stage, Halle 3.0 J34
    Mit: Julia Wolf (Autorin, Übersetzerin), Francesca Manfredi (Autorin, Übersetzerin), Veronika Islinger (Moderatorin)
  • Geschichte im Prisma der Sprachen: Emmanuel Carrères „Kolchose“ auf Italienisch, Englisch und Deutsch
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 12.00-13.00 Uhr, Inspiration Stage, Halle 3.0 J34
    Mit: Ena Marchi (Lektorin), John Lambert (Übersetzer), Claudia Hamm (Übersetzerin)

Veranstaltungen im Zentrum Wort, 5.0 C115

  • Böhmische Dörfer – Zeitgenössische Literatur aus Tschechien übersetzen
    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 15.00-16.00 Uhr
    Mit: Mirko Kraetsch, Eva Profousová, Katharina Borchardt (Moderation)
  • Unterschreiben oder verlieren? KI-Training, Urheberrecht und faire Vergütung für Übersetzer*innen
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 11.00-12.00 Uhr
    Mit: Johanna Czerny, Philipp Diepmans, Elvira Iannone, Ricarda Essrich (Moderation)
  • Vermintes Gelände – Übersetzung im geopolitischen Spannungsfeld
    Freitag, 9. Oktober 2026, 14.00-15.00 Uhr
    Mit: Larissa Bender, Karin Betz, Christiane Körner Paul Ingendaay (Moderation)
  • Von Wikingern, Mord und Spice – Wie Genreübersetzungen entstehen
    Samstag, 10. Oktober 2026, 15.00-16.00 Uhr
    Mit: Freyja Melsted, Julia Schwenk, Justus Carl (Moderation)
  • Übersetzungen in der Öffentlichkeit: Vom Feuilleton zu BookTok
    Samstag, 10. Oktober 2026, 16.00–17.00 Uhr
    Mit: Jacqueline Mikol, Leyli Sahin, Lea Schneider Julia Rosche (Moderation)
  • Poetische Schwarmintelligenz: ein Übersetzungsexperiment
    Sonntag, 11. Oktober 2026, 12.00-13.00 Uhr
    Mit: Sven Koch, Leonie Nückell, Anna Eble (Moderation)
  • Übersetzung: Mensch oder Maschine? Finden Sie den Unterschied!
    Sonntag, 11. Oktober 2026, 14.00-15.00 Uhr
    Mit: Heide Franck, Andreas Jandl und Myriam Alfano

Veranstaltungen auf weiteren Bühnen

  • (M)other tongues: Workshop mit Ela zum Winkel
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 10.30-11.10 Uhr, OFF Bühne Schweiz, Halle 3.0 F86
    Mit: Ela zum Winkel (Literaturübersetzerin, Theaterschaffende)
  • Why Translation Funding Matters
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 11.00-12.00 Uhr, LatAm Stage, Halle 3.1 F70
    Mit: Cristina Varas Largo, Pavella Copolla Palacios, Claudia Cabrera, Soledad Lagos (Moderation). Sprache: Englisch
  • Wer überlebt im Literaturbetrieb? Urheberschaft für Übersetzer*innen
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 12.30-13.00 Uhr, Discovery Stage, Halle 5.0 C147
    Mit: Tong Yali (Lyrikerin, Klangpoetin, Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin)
  • Endlicher Spaß. Zur Kunst des Übersetzens
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 15.30-16.30 Uhr, Halle 3.0 D87
    Mit: Ulrich Blumenbach, Träger des Johann-Heinrich-Voß-Preises für Übersetzung 2026, und Daniel Göske, Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung
  • Translations and their Funding in Asia – Concepts, Demands and Ideas
    Freitag, 9. Oktober 2026, 14.30-16.00 Uhr, Asia Stage, Halle 5.1 A75
    Mit: Sabine Müller, Chanwoo Park, Charisse Aquino-Tugade, Elaine Ng
  • „Des Paradieses Töne“ – Arabische Lyrik in deutscher Sprache
    Freitag, 9. Okt. 2026, 17.00-18.00 Uhr, Dialogue Stage, Foyer Halle 4.0/4.1
    Mit: Stefan Weidner, Claudia Ott, Christian Junge (Moderation)
  • Translating Children’s Books
    Freitag, 9. Okt. 2026, 17.00-18.00 Uhr, LatAm Stage, Halle 3.1
    Mit: Paula Fernández, Maria José Ferrada, Mariana Warth, Paula Peretti (Moderation). Sprache: Englisch

Veranstaltungen im Ehrengast-Pavillon, Forum, Ebene 1

  • Europa übersetzen: Das ENLit-Netzwerk 
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 13.00-13.50 Uhr, Harbour Stage
    Mit: Izaskun Arretxe, Elise Vanoosthuyse und Eleonora di Blasio, Martin Krafl (Moderation). Sprache: Englisch
  • KI in der Übersetzungs- und Verlagsbranche: neue Studien von Humanaid und CEATL
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 14.00-14.50 Uhr, Harbour Stage
    Mit: Jiřina Šmejkalová, Lenka Pořízková, Francesca Novajra, Anna Luňáková (Moderation). Sprache: Englisch
  • ÜbersetzerInnen und ihre Rolle: VerlegerIn, AgentIn, OrganisatorIn, AktivistIn
    Mittwoch, 7. Okt. 2026, 15.30-16.20 Uhr, Shore Stage
    Mit: Veronika Siska, Susanna Räty, Julia Miesenböck, Jitka Hanušová (Moderation). Sprache: Englisch
  • Perlen auf dem Meeresgrund. Unübersetzt gebliebene Bücher der tschechischen Literatur.
    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 11.150-12.00 Uhr, Shore Stage
    Mit: Susa Wolfrum (Moderation), Jana Krötzsch (Moderation). Sprache: Englisch

Benefizkonzerte im Dom zu Riga / Charity concerts in Riga’s Dome Cathedral

Riga, die alte Hansestadt und Hauptstadt Lettlands, besitzt in seinem Dom eine weltberühmte romantische Orgel der Firma Walcker. Seit vielen Jahren besteht bei Musikern, Fachleuten und Kulturverantwortlichen der Wunsch, Rigas Orgellandschaft um ein bedeutendes barockes Instrument (eine „Bach-Orgel“) zu ergänzen. Diese Idee wird jetzt verwirklicht: > Eine „Bach-Orgel” für Riga.

Bereits 2007, nachdem der Dom in kirchlichen Besitz zurückgekehrt war, hatte die im barocken Orgelbau besonders erfahrene Orgelbauwerkstatt Kristian Wegscheider, Dresden, ein solches Projekt ausgearbeitet. In enger Abstimmung mit lettischen Musikern und Experten entstand das Konzept einer Barock-Orgel im Seitenschiff des Doms im Stil des Orgelbauers Heinrich Andreas Contius (1708-1795), den J.S. Bach schätzte und der als bedeutendster Orgelbauer des 18. Jahrhunderts im Baltikum gilt. Das ließ sich aber damals aus finanziellen Gründen nicht verwirklichen. So wird also der langgehegte Traum – ein barockes Gegenstück zu romantischen Orgel – endlich realisiert.

Mit den vorbereitenden Arbeiten hat die Orgelwerkstatt im Herbst 2024 begonnen, und binnen drei Jahren soll der Bau vollendet sein. Mit einer äußerst großzügigen Zuwendung der Carl Bechstein-Stiftung und den beim Förderverein bereits eingegangenen Spendengeldern ist die Orgel zu einem guten Teil finanziert, es müssen aber noch ca. 400.000 Euro zusammengebracht werden.

Der Domorganist Aigars Reinis hat vom 4. September bis zum 6. November 2026 eine großartige Benefizkonzertreihe organisiert hat: ein wunderbares Programm mit Konzerten jeden Freitagabend mit sehr hochkarätigen Künstlern: Riga – Orgel Dom – Konzertprogramm Dom 4. Sept. – 6. Nov. 2026