Die Unbeliebtheit des Kanzlers?

Katja Thorwarth deutet am 4.5.2026 in der Frankfurter Rundschau Warum Merz der unbeliebteste Kanzler in der Geschichte Deutschlands ist
und zählt wie ein (schlechter) Lehrer alles auf, was seinen Schüler auf einer betonierten 5 hält, Versetzung nicht in Sicht, da kann der Schüler strampeln, wie wer will.

Ja, „Mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können“ fällt ihm auf die Füße, weil es unglücklich formuliert war, falsch ist es denn noch nicht. Den Wohlstand, den wir haben, ist nicht selbstverständlich. Etc. „Schließlich legte er sich noch mit den Rentner:innen an, da die Altersvorsorge der gesetzlichen Rentenversicherung „allenfalls noch die Basisabsicherung“ sein dürfte.“ Ist doch ok. In diesem Satz steht nichts von einer Kürzung, sondern die Absicht deutet auf eine Verbesserung der Lage, was die Vorgängerregierungen nicht geschafft haben. Wenn Du alle Aussagen prüfst und ihnen einen Faktenscheck zukommen lässt, sind die Inhalte nicht falsch, ja, man sagt, der Ton macht die Musik und damit liegt de Kanzler nicht immer gut. Wenn der Ton doch nur besser wäre! Aber besserer Ton und keine Entscheidungen > Die Reformen, auf die Deutschland wartet… welche bis wann? das wäre echt katastrophal.

BILD und die Genauigkeit der Information

Eine Fallstudie. Es geht um den Bürgerdialog in Salzwedel: „Town-Hall“ mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am 30.4.2026 Tag des Lokaljournalismus“: > https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-vor-ort/bundeskanzler-merz-im-buergerdialog/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE5NjU5Nw und 20′ 38“: Eine Teilnehmerin erinnert den Bundeskanzler daran, dass sie ihn eingeladen habe: „Ich habe Sie zu meiner Beerdigung eingeladen.“ Und sie fragt ihn nach seine bevorstehenden ansehnlichen Gehaltserhöhung. Dann kommt ihre Frage nach der Gerechtigkeit Der anstehenden Gesundheitsreform

Bild titelt am 2.5.2026:
Angefressen beim Bürgerdialog: Merz weist todkranke Wählerin schroff zurecht

Der Bildtitel „Merz weist todkranke Wählerin schroff zurecht. Sie fragte nach den Kürzungen im Gesundheitssystem“ lässt vermuten, der Kanzler habe sie wegen der Frage nach der Gesundheitsreform runtergeputzt, was natürlich nicht stimmt. Es ist richtig, dass nachdem sie gesagt hatte „ich habe sie zu meiner Beerdigung eingeladen“, und als von den 65.000 Euro für seine Tasche gesprochen wurde, der Kanzler wegen der ihm vorgeworfenen Erhöhung eher entschieden reagierte, statt sie „schroff“ zurechtzuweisen. Im ersten Teil seiner Antwort ging es also um seine Gehaltserhöhung (wobei der Kanzler – so ist es nicht – der Entscheidung von Dobrindt wohl vorgriff) nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts bezüglich der Beamtengehälter… im zweiten Teil seiner Antwort verteidigte der Kanzler die Gesundheitsreform. Die Frage der Bürgerin zielte auf die Gerechtigkeit der Gesundheitsreform. Die BILD vermischt die beiden Antworten, so macht BILD Meinung…

> Dobrindt kürzt Merz-Gehaltsplus zusammen: So viel mehr bekommen Kanzler und Minister jetzt – MERKUR, 20.4.2026

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